Extrablatt


Zeitungskongress
20. September 2011, 9:24 am
Filed under: Allgemeines,Recht

In den vergangenen zwei Tagen fand in der Berlin der Zeitungskongress des BDZV statt. Wichtiges Thema war die Beeinflussung des Kommunikationsverhaltens der Menschen durch Google, Facebook und andere. Welchen Einfluss hat dies auf die (deutsche) Zeitungsbranche, welche Perspektive gibt es mittel- und langfristig? Und wer bestimmt zukünftig die Regeln – diese Konzerne, der „Markt“  oder die Politik?

Es wurde darüber debattiert, wieviel Regulierung der Pressemarkt benötigt und ob hier in der digitalen Welt nicht Anpassungen notwendig seien. Angela Merkel betonte die Rolle der Zeitung als Kulturgut und verprach den Verlegern umfassende Leistungsschutzrechte; und Mathias Döpfner sprach sich dagegen aus, zu resignieren. Zwar habe man vieles versäumt, aber durch Apps biete sich jetzt wieder eine neue Situation mit vielen Möglichkeiten.



Zeitungsnutzung in Bibliotheken – einige Gedanken
13. September 2011, 11:35 am
Filed under: Allgemeines

Soll die abonnierte Printausgabe nach kurzer Aufbewahrungsfrist makuliert werden? Oder doch besser gebunden und ins Magazin gestellt? Oder nur in digitaler Form oder als Mikrofilm aufbewahrt werden? Andersherum könnte man doch direkt auf die Papierausgabe verzichten und soweit vorhanden, nur noch das E-Paper anbieten?

Fragen, mit denen wir uns befassen (müssen). An dieser Stelle möchte ich einmal den Versuch unternehmen, mich der Frage von Nutzerseite aus zu nähern. Wer liest und wer arbeitet mit Zeitungen, welche Bedürfnisse haben diese Nutzer und was muss die Bibliothek dementsprechend leisten? Eine kleine Typologie der Zeitungsnutzer (sicher nicht vollständig, und natürlich sind immer beide Geschlechter gemeint).

Der (tägliche) Zeitungsleser. Er kommt regelmäßig, vielleicht sogar täglich, in seine Bibliothek, nimmt sich eine oder mehrere Zeitungen und liest. Vielleicht nur den Wirtschafts- oder den Sportteil, aber dafür mehrerer Tageszeitungen, vielleicht nur eine Zeitung, aber dafür von vorne bis hinten. Er schätzt die Möglichkeit, in angenehmer oder inspirierender Atmosphäre Zeitungen lesen zu können, für die er nicht zahlen muss. Mit elektronischen Angeboten, gar eine „Onleihe“, ist ihm nicht gedient, hier vermisst er die Haptik und das Rituelle, des täglichen „Bibliotheksgangs“.

Der Wissenschaftler. Er forscht über die Meinungsbildung zur EWG, Wanderkinos oder die Entwicklung des norddeutschen Schweinehandels. Dazu benötigt er historische Zeitungen, doch in welcher Form, ist ihm erst einmal egal. Wichtig sind ihm primär der Inhalt, aber auch die Gestaltung der Zeitungsseiten, die ihm ggf. weiteren Aufschluss gibt. Sofern es diese Ausgaben in digitaler Form gibt, gar mit hinterlegten Volltexten, ist ihm das mehr als recht.

Der Jubilar. Zu seinem runden Geburtstag oder der Pensionierung möchten ihm Freunde und Verwandte eine Zeitung des Geburtsjahres schenken. Und natürlich wenden sie sich dazu gerne an die örtliche Bibliothek, die hat doch sicherlich alle alten Ausgaben im Magazin. Zwar werden diese Nutzer wohl an den jeweiligen Zeitungsverlag verwiesen – aber wenn dieser die gesuchte Ausgabe selbst nicht mehr im Archiv hat? Dann wird vielleicht doch die Bibliothek gefragt sein. Und dafür benötigt sie die Ausgaben gleich in welcher Form – als Printoriginal, in digitaler Form oder als Mikroform.

Der Familienforscher. Er gräbt immer tiefer in der Familiengeschichte. Neben Kirchenbüchern sind ihm auch Zeitungen willkommene Quellen, bieten sie doch nicht nur Todes- oder Geburtsanzeigen, sondern auch den kultur- und sozialhistorischen Kontext seiner Vorfahren. Für seine Suche nach speziellen Ereignissen und Namen sind digitale/digitalisierte Ausgaben natürlich von großem Vorteil; Blättern und einen Eindruck von der Zeit bekommen, kann er aber mindestens genauso gut in Printausgaben.

Unterschiedliche Nutzer, unterschiedliche Ansprüche, unterschiedliche Formate. Und was das jetzt bedeutet, dazu später ein paar Gedanken.



Zusammenarbeit im Norden
12. September 2011, 11:08 am
Filed under: Digitalisierung

Die Universitätsbibliothek Greifswald und die Pommersche Bibliothek Stettin wollen im Rahmen eines INTERREG-Projektes zusammenarbeiten. Geplant ist, die pommerschen Zeitungen beider Bibliotheken zu erfassen und zu digitalisieren.



Die Kölner Sammlung von Zeitungsausschnitten …
2. September 2011, 11:01 am
Filed under: Digitalisierung

… ist jetzt online, wie Archivalia berichtet.